Wer kennt es nicht: Auf den Socialmedia-Kanälen wirkt nahezu jedes Leben perfekt. Die ständigen Vergleiche erstrecken sich über sämtliche Kategorien hinweg, egal ob Aussehen, Karriere, Kochkünste, Urlaube, Familienidylle und so weiter. Dabei präsentiert sich jede*r stets von der besten Seite und damit ist bereits klar, wie realitätsnah eine solche Selbstdarstellung überhaupt sein kann. Trotzdem führt sie bei den Nutzern*innen zu einem anhaltenden Selbstoptimierungsdruck, welcher sich zunehmend in der analogen Welt verbreitet.
Jeder Mensch hat Selbstzweifel und übt, wenn nötig, Kritik an sich selbst. Das gehört zum Mensch-Sein dazu und es ist wichtig, sich zu hinterfragen und weiterentwickeln zu wollen. Dabei gibt es jedoch eine Grenze. Wer stets einer Idealvorstellung der eigenen Person nacheifert, verzerrt seine Selbstwahrnehmung, setzt sich unter Druck und schärft den Fokus für Fehler und Schwächen – sowohl bei sich als auch bei anderen. Das alles raubt Energie und Lebensfreude. Durch Selbstakzeptanz können solche Gedanken und Verhaltensweisen reduziert oder gar aufgelöst werden.