Aber auch bei Suchmaschinen gibt es solche, die Wert auf Nachhaltigkeit legen und sich bemühen CO2-neutral zu agieren. Ecosia ist eine davon und wohl die bekannteste nachhaltige Alternative. Gegründet von Christian Kroll in Berlin, ist Ecosia die Suchmaschine, die Bäume pflanzt. Knapp 180 Millionen Bäume sind es inzwischen und es werden jede Sekunde mehr. Für einen gepflanzten Baum braucht es im Schnitt 45 Suchanfragen. Ecosia ist sogar CO2-negativ bzw. klimapositiv, das heißt der Atmosphäre wird mehr CO2 entnommen als verursacht wird. Ecosia ist eine Metasuchmaschine, also eine Maske, die auf die Algorithmen einer anderen Suchmaschine, in dem Fall Bing, zurückgreift. Bei Ecosia werden die Nutzerdaten nicht gespeichert aber auch nicht genutzt, um bessere Suchergebnisse zu erhalten. Dies wird von manchen Nutzer:innen bemängelt.
Wie bei Google erfolgt die Finanzierung über Klicks auf die Anzeigen in der Trefferliste. Ecosia agiert als Stiftung und wirtschaftet somit nicht in die eigene Tasche, sondern investiert in Baumpflanzprojekte in über 35 Ländern weltweit. Dem Gründer geht es darum den Sinn und guten Zweck über den persönlichen Profit zu stellen. Neben der Pflanzung von Bäumen fördert Ecosia außerdem Unternehmen, die Ackerflächen von Monokulturen auf eine regenerative Landwirtschaft umstellen.
Ecosia ist inzwischen auf Platz 8 der meistgenutzten Suchmaschinen weltweit; der Marktanteil liegt allerdings nur bei 0,1 %. Wenn der alles dominierende Marktführer Google seinen Gewinn zum Beispiel in das Pflanzen von Bäumen stecken würde, könnte der Planet in 10 bis 20 Jahren wiederaufgeforstet werden, so Ecosia-Gründer Christian Kroll.