Fangen wir bei zwei der beliebtesten Superfoods an: Acaibeeren und Gojibeeren. Beide werden beispielsweise auch in Form von Pulver oder Kapsel vermarktet. Während die Acaibeere in bestimmten Amazonasgebieten wächst, ist die Gojibeere in China zuhause. Damit weisen beide einen sehr hohen Transportweg auf. Zum Glück haben wir bessere Varianten vor der Haustüre: Egal ob Heidel-, Johannis, Erd- oder Himbeere, unsere heimischen Beeren stehen den beiden Exoten aus der Ferne in nichts nach. Manche der hier wachsenden Früchte haben sogar einen höheren Gehalt an Antioxidantien, wie beispielsweise Brombeeren. Ein weiteres Beispiel für das überflüssige Einschiffen der Super-Lebensmittel sind Chiasamen mit Ursprung in Mexiko. Diese sind reich an Ballaststoffen und Eiweiß, allerdings lassen sich Leinsamen genauso verarbeiten und zubereiten, und das bei gleichem Ballaststoff- und sogar höherem Eiweißgehalt. Ein weiterer Klassiker der Superfoods ist Quinoa. Das Getreide wird hauptsächlich in Peru, Bolivien und Ecuador angebaut. Quinoa enthält viel Eiweiß und auch Eisen, von letzterem 3g pro 100g. Toppen kann das jedoch unsere gute alte Hirse. Diese kommt sogar auf den dreifachen Eisengehalt und ist zudem nicht sehr anspruchsvoll im Anbau, sodass sie auch in Deutschland angepflanzt werden kann.