Via Ferrata ist Italienisch und bedeutet wörtlich übersetzt “Eisenweg”. Der Begriff bezieht sich auf die stählernen Sicherungen, wie Eisenleitern, -tritte und -seile, die entlang des Klettersteigs installiert sind, um das Klettern sicherer und zugänglicher zu machen.
Die Geschichte der Via Ferrata begann im 19. Jahrhundert, als die ersten Klettersteige in den Alpen von Bergführer:innen und Jäger:innen genutzt wurden, um den Zugang zu schwer erreichbaren Bergregionen zu erleichtern.
Ein bedeutender Entwicklungsschub erfolgte während des Ersten Weltkriegs, als italienische und österreichisch-ungarische Truppen in den Dolomiten umfangreiche Netzwerke von gesicherten Wegen bauten, um Truppenbewegungen in steilem Gelände zu erleichtern. Viele dieser Wege blieben nach dem Krieg erhalten und wurden von Bergsteiger:innen und Wanderer:innen genutzt.
Ab den 1950er Jahren nahm die Popularität des Klettersteiggehens stetig zu. In Alpenländern wie Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland wurden zahlreiche neue Klettersteige gebaut. Diese modernen Routen wurden mit verbesserten Sicherungssystemen ausgestattet, darunter durchgehende Stahlseile und stabile Eisenstifte. Die Sicherheitsstandards verbesserten sich kontinuierlich, und spezialisierte Ausrüstungen wurden entwickelt. Heute gibt es weltweit Tausende von Klettersteigen, die als beliebte Freizeitaktivitäten eine Kombination aus Abenteuer, Sport und Naturerlebnis bieten.