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5 Fitnessmythen im Check – was ist dran?

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Die Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten und Sit-ups lassen dein Bauchfett schmelzen? Es gibt zahlreiche Mythen, wenn es um die Themen Fitness und Kraftsport geht. Wir sind 5 davon auf den Grund gegangen und klären dich hier über die Wahrheit auf, damit du mehr Erfolg mit deinem Training erzielen kannst.

Die Fettverbrennung beginnt nach 30 Minuten

Das stimmt nicht so ganz. Dem Körper stehen verschiedene Energiequellen zur Verfügung. Zu Beginn eines Trainings werden vor allem die Glykogenreserven herangezogen, also unser interner Kohlenhydratspeicher. Nach 30 Minuten wird dann vermehrt Energie aus der Fettverbrennung gewonnen, wobei die Übergänge zwischen diesen Phasen fließend sind. Kurze Trainingseinheiten sind also in jedem Fall sinnvoller als keine. Die optimale Fettverbrennung findet übrigens bei 60 – 70 % der maximal Herzfrequenz statt.

Sit-ups lassen das Bauchfett schmelzen

Es wäre so schön, wenn man einfach nur Sit-ups und Crunches machen müsste, um einen flachen Bauch oder gar ein Sixpack zu bekommen. Dem ist aber nicht so, denn eine punktuelle Fettverbrennung gibt es nicht. Der Körper entscheidet selbst, welche Fettdepots zuerst weichen müssen. Dennoch helfen aber auch Übungen für den Bauch, um überschüssiges Fett loszuwerden, da Muskeln generell Fett verbrennen. Man sollte also den ganzen Körper sowie große Muskelgruppen trainieren anstatt einzelner Körperregionen.

Trainieren auf leeren Magen steigert die Fettverbrennung

Diese Aussage ist nicht per se falsch. Nach einer Mahlzeit wird im Körper Insulin ausgeschüttet, welches die Fettverbrennung reduziert. Rein physiologisch betrachtet kann durch Training auf nüchternen Magen also mehr Fett verbrannt werden. Wer allerdings abnehmen möchte, sollte eher auf eine negative Energiebilanz hinarbeiten, also auch seine Ernährung umstellen. Außerdem fehlt dem Körper bei dieser Art von Bewegung die nötige Energie, um Muskelwachstum und damit Trainingsfortschritte zu erzielen.

10.000 Schritte täglich sollen es sein

In Zeiten des ständigen Trackings hat sich die Schrittzahl pro Tag als beliebtes Parameter etabliert. Dabei kennt jede*r die Marke von 10.000 Schritten, die man pro Tag zurücklegen soll. Wusstest du, dass das ursprünglich ein Marketing-Gag einer japanischen Firma war? Diese hatte zu den Olympischen Spielen 1964 ihren ersten Schrittzähler auf den Markt gebracht und ein starkes Kaufargument benötigt. Der Mythos hält sich bis heute hartnäckig. Im Durchschnitt gehen die Europäer ca. 5.000 Schritte am Tag. Zweifelsfrei ist Bewegung und damit auch Gehen gut für die Gesundheit und beugt beispielsweise Rückenproblemen vor. Allerdings ersetzen 10.000 Schritte am Tag keineswegs wichtige Sporteinheiten, bei welchen das Herz-Kreislauf-System trainiert wird. Zudem braucht man für 10.000 Schritte am Tag auch die nötige Zeit. Effektiver sind kurze, aber intensive Trainingseinheiten. Und trotzdem gilt: Jede Art von Bewegung ist gesund und besser als keine.

Abnehmen nur durch Sport?

Häufig sind mit dem Wunsch einer Gewichtsreduktion auch die Planung ausgiebiger Sporteinheiten verbunden. Ja, durch Sport verbrennt man Kalorien. Allerdings nimmt man dadurch nicht automatisch ab, da die gesamte Energiebilanz entscheidend für den Abnehmerfolg ist. Es ist also unabdingbar, auch die Ernährung umzustellen, um in ein Kaloriendefizit zu kommen. Ein Läufer, der 75 kg wiegt, verbrennt durch 60 Minuten moderates Joggen ungefähr 500 kcal. Die sind durch eine kleine Mahlzeit oft schon wieder auf dem Kalorienkonto verbucht. Die Mischung macht’s also: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Kardio- und Krafteinheiten lassen die Pfunde purzeln.

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