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Die Basics des Stoffwechsels

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Das Wort Stoffwechsel fällt immer wieder, häufig bei der Beschreibung gesundheitlicher Phänomene und besonders oft, wenn es ums Abnehmen geht. Dabei wissen viele Menschen gar nicht, was genau der Stoffwechsel überhaupt ist oder setzen ihn fälschlicherweise mit der Verdauung gleich. In diesem Beitrag klären wir dich auf und beschreiben, was man unter Stoffwechsel wirklich versteht.

Der Körper wird ständig aufgebaut, abgebaut und umgebaut

Unser Körper unterliegt verschiedensten Auf-, Ab- sowie Umbauprozessen. Ständig werden alte Zellen aussortiert und neue gebildet, je nach Lebensdauer der Zellart. Beispielsweise ist nach ca. acht Tagen die Oberfläche der Lunge einmal komplett ausgetauscht, während es ca. 10 Jahre dauert, bis uns ein gänzlich neues Skelett aufrechterhält. Diese Vorgänge sind nur ein Beispiel für die Arbeit unseres Stoffwechsels.

Als Stoffwechsel (auch Metabolismus) wird die Basis aller biochemischen sowie lebensnotwendigen Vorgänge in unserem Körper bezeichnet, bei denen Stoffe umgewandelt werden. Die Verdauung ist jedoch nicht gleichzusetzen mit dem Metabolismus, sondern vielmehr eine Voraussetzung für die folgenden Stoffwechselprozesse im Körper. Bei der Verdauung werden Nahrungsbestandteile wie Kohlenhydrate, Eiweiße oder Fette in ihre Bestandteile gespalten. Im Darm werden diese Moleküle anschließend resorbiert, über die Blutbahn an die benötigte Stelle im Körper transportiert und dort anschließend weiterverarbeitet, also verstoffwechselt.

Gesteuert wird der Stoffwechsel vorrangig von Hormonen, Enzymen sowie dem Nervensystem. Außerdem unterliegt er verschiedenen Einflussfaktoren wie der Genetik und dem Lebensalter. Im folgenden Abschnitt erfährst du, in welche Bereiche der Stoffwechsel differenziert wird.

Anabolismus & Katabolismus

Grundlegend kann der Stoffwechsel in zwei verschiedene Richtungen der Umwandlung unterschieden werden. Beim Anabolismus werden beispielsweise die aus der Nahrung gewonnenen Moleküle verwendet, um neue körpereigene Substanzen aufzubauen. Beispielsweise werden Proteine in ihre kleinsten Bausteine gespalten, die Aminosäuren, um anschließend lebensnotwendige Enzyme aus diesen zu bauen.
Das Gegenstück zum aufbauenden Anabolismus ist der Katabolismus. Damit sind alle Prozesse gemeint, bei denen komplexe Moleküle abgebaut werden, meist um Energie aus diesen zu gewinnen oder um sie danach in anabolen Prozessen zu neuen Stoffen aufzubauen. Der wichtigste katabole Stoffwechselvorgang ist die Energiegewinnung. Dabei werden die aus Kohlenhydrat stammenden Einfachzucker wie Glucose in Energie umgewandelt. So manche Person könnten die hier zugehörigen Stichwörter dieser noch aus der Schule bekannt vorkommen: Zellatmung, Glykolyse, Citratzyklus und Atmungskette.

Wir können also festhalten: Beim Anabolismus werden neue Substanzen aufgebaut, beim Katabolismus werden Moleküle abgebaut.

Energie- und Baustoffwechsel

Eine andere Unterscheidung kann zwischen Energie- und Baustoffwechsel vorgenommen werden. Der Energiestoffwechsel umfasst hier auch einen Teil der katabolen Prozesse, bei denen Einfachzucker aus den Kohlenhydraten in für den Körper nutzbare Energie umgewandelt werden. Darüber hinaus wird bei einer überschüssigen Energiezufuhr aus diesen Molekülen Glykogen gebaut, welches in Leber und Muskeln als Energiespeicher für magere Zeiten gespeichert wird.

Der Baustoffwechsel dreht sich dagegen um den Abbau und Abtransport alter oder geschädigter Zellen, der Entfernung von Gift- und Abfallstoffen sowie der Bildung von Hormonen, Enzymen oder Antikörpern. 

Neben diesen beiden groben Unterscheidungen, lässt sich der Metabolismus weiterhin in den Kohlenhydrat-, Eiweiß-, Fett- oder Mineralstoffwechsel teilen. Wenn dich das Thema genauer interessiert, findest du dazu weitere Informationen im Netz oder in entsprechenden Zeitschriften sowie Büchern.

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