Ottawa-Charta

Die Ottawa-Charta definiert Gesundheit als einen Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Sie betont die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden, der alle Lebensbereiche und -phasen umfasst und die Bedeutung von sozialen, ökonomischen, kulturellen und Umweltfaktoren für die Gesundheit berücksichtigt. Zu den zentralen Prinzipien und Zielen der Ottawa-Charta gehören:

Förderung von Gesundheit als grundlegendes Menschenrecht: Die Ottawa-Charta bekräftigt das Recht jedes Menschen auf einen höchstmöglichen Gesundheitsstandard und fordert die Schaffung gesundheitsförderlicher Lebensbedingungen für alle Menschen.

Stärkung von Gemeinschaften: Die Ottawa-Charta betont die Bedeutung von Gemeinschaften als zentrale Akteure in der Gesundheitsförderung und fordert die Förderung von Partizipation, Empowerment und Zusammenarbeit auf lokaler, nationaler und globaler Ebene.

Entwicklung gesundheitsförderlicher Lebenswelten: Die Ottawa-Charta ruft dazu auf, gesundheitsförderliche Umgebungen zu schaffen, die den Menschen Möglichkeiten bieten, gesundheitsförderliches Verhalten zu entwickeln und gesund zu leben.

Stärkung individueller Ressourcen: Die Ottawa-Charta fordert die Förderung individueller Kompetenzen, Fähigkeiten und Ressourcen, um Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit selbstbestimmt zu gestalten und Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen.

Umsetzung intersektoraler Strategien: Die Ottawa-Charta fordert die Zusammenarbeit und Koordination zwischen verschiedenen Sektoren und Stakeholdern, um gemeinsame Ziele und Maßnahmen zur Förderung von Gesundheit zu entwickeln und umzusetzen.

  • Tremmel, M. (2010). Gesundheit und Gesundheitsförderung aus sozialpastoraler Perspektive: theologische Reflexionen zur Ottawa-Charta für Gesundheitsförderung als Beitrag zum interdisziplinären Dialog mit der Gesundheitswissenschaft und der Wissenschaft Soziale Arbeit. LIT Verlag Münster.

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