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Klimafreundlich Reisen - Bereit für den nächsten Urlaub?

Urlaub ist mit die schönste Zeit im Jahr. Wir wollen es uns gut gehen lassen und nicht an die Schattenseiten des Reisens denken. Diese bringt der Massentourismus mit sich: Treibhausgasemissionen, steigende Umweltverschmutzung und mehr Ressourcenverbrauch. Die Coronazeit hat die Reisebranche stark ausgebremst aber diese hat sich inzwischen fast vollständig wieder erholt. Der Fluggastverkehr zum Beispiel könnte dieses Jahr wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen.

Fliegen

Die Wahl des Verkehrsmittels ist für die Klimabilanz der Urlaubsreise ausschlaggebend, denn die meisten CO2-Emissionen im Tourismus entstehen bei der An- und Abreise. Daher gilt: nur fliegen, wenn unbedingt nötig. Ein Hin- und Rückflug nach/von Thailand in der Economy Class verursacht zum Beispiel knapp 3 Tonnen CO2. Drei Tonnen CO2 ist die Menge, die ein Mensch rein rechnerisch ab jetzt in einem gesamten Jahr verursachen darf, wenn die Erderhitzung bei deutlich unter zwei Grad gestoppt werden soll. Dies erklärte der renommierte Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Von drei Tonnen CO2 im Jahr sind wir in Deutschland allerdings noch weit entfernt. Im Schnitt verursacht jeder bzw. jede von uns zwischen acht und zehn Tonnen. Die Anzahl der persönlichen Flugreisen zu reduzieren stellt die wichtigste Möglichkeit zum Klimaschutz im Bereich Mobilität dar. Es empfiehlt sich daher weniger häufige aber gegebenenfalls längere Urlaube in Betracht zu ziehen.

Kreuzfahrten

Auch Kreuzfahrten sollten vermieden werden. So ist die Umweltbilanz der europäischen Kreuzfahrtschiffe generell eher schlecht. Das aktuelle Kreuzfahrtranking des NABU zeigt beispielsweise, dass die größten Kreuzfahrtunternehmen auf dem europäischen Markt Umwelt- und Klimaschutz nach wie vor keinen hohen Stellenwert einräumen. Schweröl dominiert weiterhin bei der Treibstoffwahl für das Gros der Bestandsflotten und auch Rußpartikelfilter bilden die Ausnahme. Bei einer 14-tägigen Mittelmeerkreuzfahrt zum Beispiel fallen pro Person bereits 3,5 Tonnen CO2 an. Die Anreise zum Einschiffungshafen sowie die Rückreise muss meist noch mit eingerechnet werden.

Nachhaltige Alternativen

Deutschland und Europa können prima mit dem Zug oder mit dem Bus bereist werden. Über 30.000 Ziele in über 33 Ländern: mit dem Interrail Pass kommt man zum Beispiel mit fast allen Zügen quer durch Europa. Nachtzüge sind ebenfalls eine lohnende Alternative. Mit Autoreisezügen ist man am Reiseziel uneingeschränkt mobil, doch leider wurden mittlerweile viele Verbindungen gestrichen. Vielleicht erlebt diese klimafreundlichere Art des Reisens doch nochmal ein Comeback.

Am nachhaltigsten ist natürlich Urlaub vor der eigenen Haustür und oft auch spannender als man vielleicht denkt. Ein schönes Erlebnis kann zum Beispiel die Reise mit dem Fahrrad zu nahegelegenen Urlaubsorten sein, auch in Kombination mit einer Zugfahrt. Weitere Informationen zu nachhaltigem Reisen gibt es zum Beispiel auf www.fairunterwegs.org.

Zur Orientierung gibt es inzwischen zahlreiche Nachhaltigkeits-Gütesiegel, die eine breite Palette an Angeboten – vom Gastrobetrieb über Unterkünfte bis zu Stränden, Naturparks und ganzen Regionen – auszeichnen. Eine Übersicht ist unter anderem unter https://tourismus-labelguide.org/labeluebersicht/ zu finden.

Die G.L.Ü.C.K.-Formel für das Reiseglück

Gemächlich unterwegs sein, Lokales bevorzugen, Überraschungen zulassen, CO2-Ausstoss senken und einen korrekten Preis bezahlen – so zu reisen führt zum Reiseglück.

Gemächlich unterwegs sein heißt sich Zeit lassen, länger an einem Ort bleiben und richtig eintauchen, anstatt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hasten. Lokales bevorzugen bedeutet zum Beispiel kleine, familiengeführte Unterkünfte zu buchen, die den Einheimischen gehören. Oder bei Straßenhändlern und auf dem Markt anstatt bei internationalen Ladenketten einzukaufen sowie Produkte, Mitbringsel und Souvenirs aus der Gegend und vom lokalen Handwerk zu erwerben. Wer Überraschungen zulässt, erlebt mitunter mehr. Also auch mal planlose Zeiten einplanen, eine kurze To-see-Liste oder den Zufall zum Reiseführer machen. Die Hotspots sind oft überbewertet und überlaufen, weshalb es sich lohnt alternative Sehenswürdigkeiten rauszusuchen. CO2-Ausstoss bei An- und Abreise reduzieren sowie den Ressourcenverbrauch vor Ort einschränken trägt zu einer geringeren Belastung der Umwelt und der Lokalbevölkerung bei. Bei Schnäppchenreisen stimmt oft der Preis nicht, denn dann zahlt jemand anderes drauf - zu billig ist verdächtig. Auch die Orientierung an Nachhaltigkeits-Gütesiegeln helfen dabei den korrekten Preis zu bezahlen.

Bereit für die nächste Reise?

Viel Spaß bei der nachhaltigen Urlaubsplanung!

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