4

Minuten Lesezeit

Laufschuhe – was es zu beachten gilt

Inhalt

Laufen ist gesund und macht Spaß, doch ein schlecht sitzender Schuh kann problematisch werden. Die richtigen Schuhe sind entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden und das Beste aus deinem Training herauszuholen. In diesem Artikel erfährst du, worauf du beim Kauf von Sportschuhen achten solltest.

Perfekter Sitz und optimale Unterstützung: So findest du den passenden Laufschuh

Der wichtigste Aspekt beim Kauf von Sportschuhen ist der Sitz. Ein gut sitzender Sportschuh bietet optimale Unterstützung und minimiert das Verletzungsrisiko. Folgende Tipps helfen dir, den passenden Schuh zu finden:

Tageszeit

Im Laufe des Tages schwellen die Füße leicht an, kaufe deine Schuhe also am besten am Nachmittag oder Abend. Dies gibt dir eine genauere Vorstellung vom tatsächlichen Sitz.

Zehenraum

Es sollte fast eine Daumenbreite Platz zwischen deinen längsten Zehen und der Schuhspitze sein, um genügend Bewegungsfreiheit zu gewährleisten.

Fersenhalt

Der Schuh sollte deine Ferse fest umschließen, ohne zu drücken oder zu reiben. Deine Ferse sollte beim Laufen nicht hoch und runter rutschen.

Anprobe

Manche Schuhgeschäfte bieten einen Übungsparcours mit verschiedenen Untergründen an. So kannst du sehen, wie sich der Schuh in verschiedenen Situationen verhält. Du kannst dich vom Fachpersonal beraten lassen, welcher Schuh für deinen Einsatzzweck geeignet ist.

Fußtypen und ihre Bedürfnisse: Pronation, Supination, Neutralfuß

Die Pronation oder Supination bezeichnet den Winkel zwischen dem Schienbein und dem Fuß des Läufers. Bei einer Pronation landet man eher auf der Innenkante des Fußes, da dieser beim Aufprall nach innen rollt. Bei einer Supination ist es genau andersherum, der Fuß rollt sich nach außen und man landet tendenziell auf der Außenkante. Ein Neutralfuß landet mittig und rollt sich nicht oder nur wenig zu einer Seite ab.

Wenn du herausfinden willst, zu welcher Gangart du tendierst, dann kannst du dir die Abnutzungsstellen deiner Schuhe ansehen oder auf einem Laufband laufen und dabei von hinten deine Füße in Zeitlupe mitfilmen. Viele Sportgeschäfte bieten auch so eine Laufanalyse an, es lohnt sich also, dort einmal nachzufragen.

Wenn du bei dir eine Pronation oder Supination entdeckst, jedoch ohne Verletzung oder Beschwerden laufen kannst, besteht kein Grund, diese zu korrigieren. Deine Gangart ist auf deinen Körper abgestimmt und diese natürliche Körpermechanik zu stören birgt die Gefahr neuer (falscher) Belastungen und möglicher Verletzung. Die meisten Sportschuhe sind neutral oder universell und für einen Großteil der Bevölkerung geeignet. 

Solltest du jedoch Beschwerden oder Verletzungen haben, dann wende dich an einen Sportmediziner. Dieser kann dich untersuchen und dir zu den richtigen Schuhen helfen.

Dämpfungskomfort für jeden Laufstil: Von minimalistisch bis maximal gedämpft

Die Dämpfung gibt an, wie stark der Schuh einen Aufprall abfedert. Dies kann bei Sportarten mit viel Sprungbelastung wie Joggen oder Basketball hilfreich sein, beim Aufprall müssen die Knochen, Sehnen und Gelenke bis zum Dreifachen des Körpergewichts aushalten. Doch zu viel Dämpfung erhöht die Wahrscheinlichkeit des Umknickens oder eines Sportunfalls, da der Träger den Bodenkontakt verliert und damit weniger Stabilität hat. Es gilt also, ein gesundes Mittelmaß zu finden.

Sogenannte “Fersenläufer” oder Personen mit mehr Gewicht oder Gelenkproblemen sollten sich für einen Schuh mit einer hohen Dämpfung entscheiden. Dadurch wird der Aufprall besser abgefedert und die Knochen, Sehnen und Gelenke geschont.

Erfahrene Sportler mit einer guten Lauf- und Landetechnik sollten lieber einen Schuh mit einer geringen Dämpfung wählen, um so das Risiko von Sportunfällen zu minimieren.

Richtige Schuhgröße ermitteln: So vermeidest du Druckstellen und Blasen

Um die richtige Schuhgröße zu ermitteln, kannst du deinen Fuß selbst ausmessen.

  1. Lege dazu ein Blatt Papier an eine gerade Wand ohne Leisten und fixiere es mit einem Klebestreifen. 
  2. Danach stellst du dich mit beiden Füßen auf das Blatt, sodass beide Fersen leicht die Wand berühren. Achte darauf, dass sich das Blatt nicht knittert. 
  3. Zeichne nun die Form deiner Füße nach. Idealerweise macht das eine zweite Person, da das Herunterbeugen das Maß verfälschen könnte.
  4. Nun misst du die Abstände von der Fersenkante bis zur Spitze der längsten Zehe, um deine Fußlänge zu bestimmen. Das Maß des längeren Fußes gilt.
  5. Jetzt kannst du deine Fußlänge in die entsprechende Schuhgröße umrechnen. Liegst du zwischen zwei Größen, solltest du die Nummer größer wählen.

 

  • EU-Schuhgrößen: (Fußlänge + 2 x 0,667) : 0,667
  • UK-Schuhgrößen: (Fußlänge + 2 x 0,847) : 0,847 – 25 
  • US-Schuhgrößen: (Fußlänge + 2 x 0,847) : 0,847 – 23 

Es ist ratsam, die Fußgröße ab und zu erneut zu messen, da sie sich im Laufe der Zeit verändern kann. Beachte auch, dass unterschiedliche Marken in ihren Größen etwas variieren, probiere also ruhig auch eine Nummer größer oder kleiner aus, um herauszufinden, was dir am besten passt.

Fazit

Ein guter Sportschuh kann das Training nicht nur angenehmer, sondern auch sicherer und effektiver machen. Investiere daher Zeit in die Auswahl deiner Sportschuhe und achte auf die oben genannten Tipps und Empfehlungen, um das Beste aus deinem Training herauszuholen. Wir wünschen dir viel Spaß beim Laufen!

Jetzt kostenlos starten

Cookie Consent mit Real Cookie Banner