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Superfood – was steckt wirklich dahinter?

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Mit dem Fitness- und Gesundheitstrend hat sich der Begriff “Superfood” etabliert, also Lebensmittel, die durch ihre besonders hohe Dichte an Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen eine gesundheitsförderliche Wirkung entfalten sollen. Wie viel da wirklich dran ist und welche Lebensmittel tatsächlich förderlich für Körper und Geist sind, erfährst du hier.

Hier findest du einen weiteren spannenden Beitrag zum Thema gesunde Ernährung.

Ist Superfood wirklich super?

Der Begriff Superfood ist in jüngeren Jahren aufgekommen und meint Lebensmittel, welche besonders positiv auf unsere Gesundheit wirken sollen. Was als Superfood zählt oder nicht, bleibt jede*m selbst überlassen, denn der Begriff ist weder klar definiert noch geschützt. Es ist vielmehr ein Marketingbegriff, um alte oder neue Lebensmittel mit dem neuen Super-Etikett besser verkaufen zu können. Stärkung des Immunsystems, schönere und straffere Haut oder bessere Konzentration – die Versprechungen, die häufig mit Superfoods einhergehen, klingen mal interessant und manchmal völlig überzogen. Welche Lebensmittel wirklich positive Effekte für Körper und Geist mit sich bringen und warum du dir viel Geld sparen kannst, wenn du nicht jeder Superfood-Empfehlung folgst, zeigen wir dir jetzt.

Heimische Alternativen sind oft die bessere Wahl

Einige der vielversprechenden Superlebensmittel wie Goji-Beeren, Matcha oder Chiasamen kommen von weit her, um hier mit den wildesten Heilsversprechen vermarktet zu werden, während Qualitäts- sowie Hygienestandards des Anbaus und der Herstellung fast nicht kontrolliert werden, sodass Rückstände von Schadstoffen keine Ausnahme sind. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt und die Gesundheit, sondern auch für den eigenen Geldbeutel, denn wer die Wundermittel zu sich nehmen möchte, muss hohe Preise in Kauf nehmen – und das häufig ohne einen wissenschaftlichen Beweis für die außergewöhnliche Wirkung des Produkts. Wer seiner Gesundheit trotzdem einen Boost verpassen möchte, kann bei den meisten Produkten auf hier heimische Alternativen zurückgreifen. Wir stellen dir hier ein paar “Superfoods” vor und zeigen dir, auf welche Lebensmittel du getrost verzichten kannst.

Exot oder heimisch - du hast die Wahl

Fangen wir bei zwei der beliebtesten Superfoods an: Acaibeeren und Gojibeeren. Beide werden beispielsweise auch in Form von Pulver oder Kapsel vermarktet. Während die Acaibeere in bestimmten Amazonasgebieten wächst, ist die Gojibeere in China zuhause. Damit weisen beide einen sehr hohen Transportweg auf. Zum Glück haben wir bessere Varianten vor der Haustüre: Egal ob Heidel-, Johannis, Erd- oder Himbeere, unsere heimischen Beeren stehen den beiden Exoten aus der Ferne in nichts nach. Manche der hier wachsenden Früchte haben sogar einen höheren Gehalt an Antioxidantien, wie beispielsweise Brombeeren. Ein weiteres Beispiel für das überflüssige Einschiffen der Super-Lebensmittel sind Chiasamen mit Ursprung in Mexiko. Diese sind reich an Ballaststoffen und Eiweiß, allerdings lassen sich Leinsamen genauso verarbeiten und zubereiten, und das bei gleichem Ballaststoff- und sogar  höherem Eiweißgehalt. Ein weiterer Klassiker der Superfoods ist Quinoa. Das Getreide wird hauptsächlich in Peru, Bolivien und Ecuador angebaut. Quinoa enthält viel Eiweiß und auch Eisen, von letzterem 3g pro 100g. Toppen kann das jedoch unsere gute alte Hirse. Diese kommt sogar auf den dreifachen Eisengehalt und ist zudem nicht sehr anspruchsvoll im Anbau, sodass sie auch in Deutschland angepflanzt werden kann.

Leere Heilversprechen

Alles in Allem lässt sich festhalten, dass der Verzehr von Lebensmittel mit einer hohen Dichte an Vitaminen, Spurenelementen, Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffen sowie Mineralstoffen durchaus zu empfehlen ist. Von konkreten Gesundheitsversprechen wie etwa einem geringeren Bluthochdruck oder Cholesterinwert sollte man sich jedoch nicht hinter’s Licht führen lassen, da häufig wissenschaftliche Beweise für derartige Aussagen fehlen und sich stattdessen und einzelne, nicht überprüfte Erfahrungsberichte gestützt wird.

 

Ausführliche Informationen sowie wissenschaftlich geprüfte Aussagen zu diesen Lebensmitteln findest du der Website der Verbraucherzentrale.

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