Absentismus

Absentismus bezeichnet das unentschuldigte und nicht krankheitsbedingte Fernbleiben von der Arbeit. Im Gegensatz zum Krankenstand, der durch ein ärztliches Attest legitimiert ist, liegt beim Absentismus keine medizinische Begründung vor. Es ist wichtig, Absentismus vom Präsentismus abzugrenzen. Präsentismusbeschreibt das Phänomen, dass Mitarbeiter trotz Krankheit zur Arbeit kommen. Dies kann verschiedene Gründe haben, wie z. B. Angst vor Jobverlust, Leistungsdruck oder ein starkes Verantwortungsgefühl. Präsentismus ist jedoch genauso problematisch wie Absentismus, da er zu verminderter Produktivität, Fehlern und einer erhöhten Ansteckungsgefahr führen kann.

Strategien zur Reduzierung von Absentismus:

  • Präventive Maßnahmen: Flexible Arbeitszeitmodelle, Work-Life-Balance-Maßnahmen, betriebliche Gesundheitsförderung und Stressmanagement-Programme können die Mitarbeitergesundheit und -zufriedenheit fördern und somit Absentismus reduzieren.
  • Früherkennung: Regelmäßige Mitarbeitergespräche und die Etablierung einer offenen Kommunikationskultur können helfen, Probleme, die zu Absentismus führen können, frühzeitig zu erkennen und zu adressieren
  • Rückkehrgespräche und Wiedereingliederung: Strukturierte Rückkehrgespräche nach unentschuldigten Fehlzeiten können helfen, die Ursachen des Fehlens zu identifizieren und Lösungen zu finden. Die Unterstützung der Wiedereingliederung von Mitarbeitern nach längeren Abwesenheitsphasen kann den Übergang zurück in den Arbeitsalltag erleichtern.
  • Uhle, horsten/Treier, Michael (2011): Betriebliches Gesundheitsmanagement. Berlin, Heidelberg: Springer Verlag GmbH, S. 356.
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